Schmerzen: störend, aber nützlich

Schmerzen sind ein wichtiges Warn- und Schutzsystem des Körpers. Sie äussern sich als unangenehmer Sinnesreiz meist in Folge von Erkrankungen und Verletzungen. Diese Signalwirkung ist wichtig, um eine potenzielle Gefahr zu bemerken und auf sie zu reagieren. Die Schmerzwahrnehmung entsteht über spezielle Sinneszellen (Nozizeptoren). Botenstoffe aktivieren diese Zellen, die daraufhin Signale über das Nervensystem an das Gehirn senden. Dort wird ein Schmerzreiz ausgelöst. Die Intensität und Dauer des Schmerzes kann Aufschluss über die Art und Ausprägung der Beeinträchtigung geben. Dabei unterscheidet man akute (kurz anhaltende) und chronische (dauerhafte) Schmerzen.

Je nach Ort der Entstehung wird der Schmerz in verschiedene Formen unterteilt: Somatische Schmerzen betreffen den Bewegungsapparat, d. h. die Haut, die Gewebe, die Muskeln und Knochen. Viszerale Schmerzen entstehen im Körperinneren an Kapseln und Häuten von Organen. Der neuropathische Schmerz tritt auf, wenn die Nerven selbst geschädigt sind.

Schmerzen im Alltag

Schmerzen begleiten viele Schweizer im Alltag. Sie sind ein häufiger Anlass für einen Arztbesuch. Besonders oft entstehen die Beschwerden am Rücken und an den Gelenken. Auch Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und Verspannungen treten häufig auf. Ist der Auslöser bekannt und verhältnismässig leicht therapierbar – etwa bei Stress oder einer Fehlbelastung – lassen sich die Beschwerden meist eigenständig gut beheben. Nehmen die Schmerzen allerdings zu oder halten sie an, sollte ein Arzt oder Apotheker aufgesucht werden.