Verstauchungen

Bei einer Verstauchung (Distorsion) handelt es sich um eine schmerzhafte Überdehnung von Bändern oder Gelenken bzw. Gelenkkapseln. Ausgelöst durch eine ruckartige Bewegung im Gelenk, ist sie eine häufige Sportverletzung. Die Verstauchung geht meist mit sichtbaren Blutergüssen, kleinen Rissen in den Bändern und einer Schwellung einher. Auch kann das Gelenk an Stabilität verlieren. Die Verstauchung heilt meist von alleine aus, der Schmerz klingt innerhalb weniger Wochen ab.

Zerrungen

Zerrungen (Distension) sind Überdehnungen von Muskeln, Sehnen und Bändern durch Überlastung oder ruckartige, unphysiologische Bewegungen. Das betroffene Körperteil lässt sich nicht mehr schmerzfrei bewegen, es fühlt sich angespannt an. Bei einer Zerrung sollte die Bewegung unterbrochen und das betroffene Körperteil sofort geschont werden, bis die Schmerzen abklingen. Andernfalls drohen Faserrisse.

Prellungen

Eine Prellung (Kontusion) entsteht durch eine stumpfe Krafteinwirkung von aussen, häufig verursacht durch einen Sturz oder Schlag. Dabei kommt es zu einer Quetschung des Gewebes, etwa der Haut, der Muskeln oder Sehnen, die oft Schmerzen bei Belastung verursacht. Prellungen können sich an Muskeln, Knochen und Gelenken, aber auch an Organen wie dem Gehirn ereignen. Bei leichten Prellungen ist kein Arztbesuch notwendig, bei stärkeren Beschwerden sollten mögliche Komplikationen von einem Experten abgeklärt werden.

Verspannungen

Bei einer Verspannung befinden sich die Muskeln in einem dauerhaft angespannten Zustand, verhärten sich und verursachen Schmerzen, die in den Kopf, Rücken oder die Beine ausstrahlen können. Fehlhaltungen und Überlastung sind die Hauptursachen für Muskelverspannungen. Auch Stress oder eine schwache Muskulatur können Auslöser sein. Am häufigsten betroffen ist dabei die Schulter- und Nackenpartie. Massagen, schonende Bewegung, Dehn- und Kräftigungsübungen können Verspannungen lösen.

PECH-Regel: Erste Hilfe bei einer Verletzung

Ob Prellung, Zerrung oder Verstauchung: Verletzungen erfordern ein schnelles Handeln. Denn eine gute Ersthilfe beeinflusst den späteren Heilungsprozess positiv und trägt dazu bei, Folgeverletzungen zu vermeiden. Bei Verletzungen am Bewegungsapparat empfiehlt sich die PECH-Regel.

Durch die PECH-Regel kann die Verletzung gut erstversorgt werden. Klingen die Beschwerden dadurch ab, kann die Verletzung selbst ausheilen.

P wie Pause

(sportliche) Aktivität sofort beenden und die verletzte Körperstelle ruhigstellen, um weitere Gewebeschäden zu vermeiden

E wie Eis

den betroffenen Bereich für einige Minuten kühlen, um Schmerzen zu lindern und Schwellungen vorzubeugen

C wie Compression

einen stabilisierenden, doch elastischen Druckverband anlegen, der die Einblutung stoppt, aber die Durchblutung nicht unterbindet

H wie Hochlagern

das verletzte Körperteil hochlagern, um weitere Schwellungen zu vermeiden

Verletzungen vorbeugen

Ein gesunder Körper ist weniger anfällig für Verletzungen. Durch regelmässiges, moderates Muskeltraining kann Zerrungen und Verspannungen vorgebeugt werden. Koordinationsübungen helfen, Verstauchungen zu vermeiden. Mobilitätsübungen und ein ergonomisch gestalteter Arbeitsplatz reduzieren das Risiko für Überund Fehlbelastungen. Ein gesunder Lebensstil mit abwechslungsreicher Ernährung und ausreichend Schlaf unterstützt die optimale Funktion der Muskeln und Gelenke und fördert einen schmerzfreien Alltag.